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Richtiges Verhalten bei Durchsuchungen
- Grundregeln -

Sofern Ihre Räumlichkeiten durchsucht werden, sollten Sie die folgenden Grundregeln einhalten:

  1. Beruhigen und keine verbalen oder tätlichen Angriffe auf die Durchsuchungsbeamten verüben.
  2. Befragen der Beamten, ob ein richterlicher Durchsuchungsbefehl vorliegt oder ob eine Durchsuchung wegen Gefahr in Verzug erfolgt.
  3. Das Datum des Erlasses des Durchsuchungsbefehls erfragen. Dieser darf nicht älter als maximal sechs Monate sein.
  4. Bei Überschreitung der Sechs-Monats-Frist gegenüber dem Leiter der Durchsuchung die sofortige Einstellung der Durchsuchung verlangen.
  5. Keinerlei Angaben gegenüber den Durchsuchungsbeamten leisten.
  6. Hinzuziehung von Durchsuchungszeugen verlangen.
  7. Die Beamten auch keinen Moment lang aus den Augen lassen.
  8. Keine Gegenstände freiwillig herausgeben.
  9. Im Durchsuchungsprotokoll aufnehmen lassen, dass man (sofern erfolgt) der Sicherstellung der Gegenstände widerspricht.
  10. Sämtliche sichergestellten bzw. beschlagnahmten Gegenstände so detailliert wie möglich im Protokoll aufführen lassen.

Wenn ein Strafverteidiger verständigt wurde:

  1. Den Leiter der Durchsuchung bitten, die Durchsuchung bis zum Eintreffen des Verteidigers zu unterbrechen.
  2. Den Leiter der Durchsuchung mit dem Verteidiger verbinden.
  3. Der Verteidiger erfragt dann die Rechtsgrundlage der Durchsuchung und bittet (erforderlichenfalls nochmals) um Unterbrechung der Durchsuchung bis zu seinem Eintreffen.